03.01.2023 Facebook Datenskandale seit 2018

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Das aktuelle Facebook-Datenleck erschüttert die Nutzer. Über 6 Millionenkundendaten allein deutscher Facebook-Nutzer wurden im Internet veröffentlicht. Doch dies war kein Einzelfall. Einen kurzen Überblick über die (bekannten) Facebook Datenpannen können Sie nachfolgend lesen:

Cambridge Analytica

Der Datenskandal bei Cambridge Analytica und Facebook war ein Skandal, der sich im Jahr 2018 ereignete und die beiden Unternehmen betraf. Der Skandal wurde bekannt, als entdeckt wurde, dass Cambridge Analytica, eine britische politische Beratungsfirma, die persönlichen Daten von bis zu 87 Millionen Facebook-Nutzern ohne deren Wissen oder Zustimmung sammelte und verwendete, um gezielte Werbekampagnen für politische Kandidaten und politische Gruppen durchzuführen.

Der Skandal begann im Jahr 2014, als Cambridge Analytica von einem Wissenschaftler namens Aleksandr Kogan beauftragt wurde, eine Facebook-App zu entwickeln, die als Persönlichkeitsquiz beworben wurde. Diese App erlaubte es Kogan, die Daten von Facebook-Nutzern zu sammeln, die das Quiz absolvierten, sowie die Daten ihrer Freunde, auch wenn diese das Quiz nicht absolviert hatten. Diese Daten umfassten Informationen wie Alter, Geschlecht, Wohnort und Interessen der Nutzer. Kogan verkaufte die gesammelten Daten schließlich an Cambridge Analytica, die sie verwendete, um gezielte Werbekampagnen für politische Kandidaten und politische Gruppen durchzuführen, insbesondere im Vorfeld der Brexit-Abstimmung im Jahr 2016 und der US-Präsidentschaftswahl im Jahr 2016. Cambridge Analytica behauptete, dass sie in der Lage sei, die Persönlichkeit von Facebook-Nutzern anhand ihrer Online-Aktivitäten und -Interessen zu analysieren und dadurch gezielte Werbung schalten zu können, die die Nutzer beeinflussen würde.

Facebook Datenleck – Diese Folgen hatte der Skandal für Cambridge Analytica

Die Enthüllungen über den Datenskandal bei Cambridge Analytica und Facebook führten zu einer breiten öffentlichen Kontroverse und zu Vorwürfen, dass Facebook seine Nutzerdaten nicht ausreichend geschützt hatte und dass Cambridge Analytica die persönlichen Daten von Facebook-Nutzern illegal gesammelt und verwendet hatte. Es wurde auch behauptet, dass Cambridge Analytica im Auftrag von Donald Trump gearbeitet hatte, um die US-Präsidentschaftswahl 2016 zu beeinflussen. Infolgedessen wurde Facebook von Regulierungsbehörden in den USA und Europa untersucht und zu hohen Geldstrafen verurteilt. Der CEO von Facebook, Mark Zuckerberg, musste sich auch vor Kongress und Parlamenten in den USA und Europa verantworten. In den folgenden Jahren wurde Cambridge Analytica von zahlreichen Untersuchungen und Gerichtsverfahren betroffen, einschließlich eines Verfahrens des Federal Trade Commission (FTC) in den USA und eines Verfahrens des UK Information Commissioner's Office (ICO). Im November 2018 wurde bekannt, dass Cambridge Analytica Insolvenz angemeldet hatte und ihre Geschäftstätigkeit eingestellt hatte.

Datenleck bei Facebook – Konsequenzen in den USA und Europa

Der Datenskandal bei Cambridge Analytica und Facebook hatte auch Auswirkungen auf das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Sicherheit und den Schutz ihrer persönlichen Daten online. Es führte zu einer Debatte darüber, wie Unternehmen wie Facebook ihre Nutzerdaten sammeln und verwenden und zu Forderungen nach stärkeren Regulierungen und strengeren Datenschutzbestimmungen.

In den USA wurde das California Consumer Privacy Act (CCPA) verabschiedet, das den Nutzern mehr Kontrolle über ihre persönlichen Daten gibt und Unternehmen verpflichtet, transparent zu sein, wie sie die Daten sammeln und verwenden. In der Europäischen Union wurde die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verabschiedet, die strengere Regeln für den Schutz persönlicher Daten festlegt und Unternehmen dazu verpflichtet, die Zustimmung der Nutzer einzuholen, bevor sie deren Daten sammeln und verwenden.

2019 – Facebook muss Fünf Milliarden Dollar an Strafen zahlen

Facebook wurde im Juli 2019 von der US-amerikanischen Federal Trade Commission (FTC) zu einer Strafe in Höhe von 5 Milliarden Dollar verurteilt, weil das Unternehmen gegen die Datenschutzbestimmungen verstoßen hatte.

Die FTC argumentierte, dass Facebook seinen Nutzern nicht genügend Informationen darüber gegeben hatte, wie ihre persönlichen Daten verwendet werden und dass das Unternehmen nicht genügend getan hatte, um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen. Im Besonderen wurde Facebook vorgeworfen, die persönlichen Daten von 87 Millionen Nutzern ohne deren Zustimmung an das politische Beratungsunternehmen Cambridge Analytica weitergegeben zu haben, das im Rahmen des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016 von Donald Trump beauftragt worden war. Die FTC hatte Facebook auch vorgeworfen, dass es Nutzer dazu gebracht hatte, persönliche Informationen zu teilen, indem es ihnen eine falsche Sicherheit vermittelt hatte. Dazu gehörte, dass Facebook Nutzern angeboten hatte, ihre Privatsphäre-Einstellungen zu ändern, ohne ihnen jedoch klarzumachen, dass diese Änderungen dazu führen würden, dass mehr Informationen öffentlich sichtbar waren.

Die FTC betonte, dass die Strafe von 5 Milliarden Dollar die höchste Strafe war, die jemals gegen ein Technologieunternehmen verhängt worden war. Sie sollte dazu beitragen, dass Facebook seine Datenschutzpraktiken verbessert und sicherstellt, dass es den Nutzern künftig bessere Informationen darüber gibt, wie ihre persönlichen Daten verwendet werden. Die Strafe von 5 Milliarden Dollar war eine deutliche Warnung an Facebook und andere Technologieunternehmen, dass sie ihre Verantwortung bezüglich des Schutzes der Privatsphäre der Nutzer ernst nehmen müssen. Sie zeigte auch, dass die Regulierungsbehörden bereit sind, harte Maßnahmen zu ergreifen, wenn Unternehmen gegen die Datenschutzgesetze verstoßen.

2019 – heute: Datenleck bei Facebook – über 540 Millionen Datensätze von Nutzern im Darknet aufgetaucht.

Ein Datenleck bei Facebook hat im Januar 2019 für Aufsehen gesorgt, als bekannt wurde, dass über 540 Millionen Datensätze von Facebook-Nutzern im Internet zugänglich waren. Das Leck betraf sowohl öffentliche als auch private Informationen von Nutzern, darunter Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Standortdaten. Das Leck wurde erst bemerkt, als ein Sicherheitsforscher auf eine Online-Datenbank gestoßen war, die Millionen von Facebook-Datensätzen enthielt, die öffentlich zugänglich waren. Das Datenleck hatte weitreichende Folgen für Facebook und seine Nutzer. Zunächst einmal war es ein PR-Desaster für das Unternehmen, das bereits unter starker Kritik stand, weil es seine Nutzerdaten nicht ausreichend schützte. Das Leck führte auch dazu, dass viele Nutzer ihr Vertrauen in Facebook verloren und sich entschieden, ihre Konten zu löschen oder ihre Privatsphäre-Einstellungen anzupassen.

Das Datenleck bei Facebook zeigt deutlich, wie wichtig es ist, dass Unternehmen ihre Nutzerdaten sorgfältig schützen. Es ist wichtig, dass Nutzer ihre Privatsphäre-Einstellungen kennen und verstehen und dass sie wissen, wie sie ihre Daten schützen können. Es ist auch wichtig, dass Unternehmen ihre Sicherheitsmaßnahmen regelmäßig überprüfen und verbessern, um sicherzustellen, dass Datenlecks in Zukunft verhindert werden.

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