Der Fiat Ducato ist ein Kleintransporter, der von Fiat in Kooperation mit der Groupe PSA seit Anfang 1982 von Sevel hergestellt wird. Bis heute werden eine Vielzahl von Wohnmobilen auf dessen Basis produziert. Speziell für diesen Zweck gibt es den Ducato und seine Schwestermodelle auch als Fahrgestell mit Einzelkabine und als Triebkopf (Fahrgestell inklusive Motor ohne Karosserie für integrierte Wohnmobile) oder mit zusätzlichem Cockpit, Sitzen und nach oben und hinten offener Frontverkleidung (für teilintegrierte und Alkoven-Mobile).


Betroffene Motoren 2011 bis 2016. Folgende Motoren wurden in den Baujahren 2011 bis 2016 verbaut:

Modell

Ventile

Hubraum
cm³

max. Leistung

max. Drehmoment

Motorhersteller

Motorkennung

erhältlich für (Marken)

110 Multijet

16

2287

83 kW (113 PS) bei 3600/min

300 Nm bei 1800/min

SOFIM

F1AE3481G

Fiat

115 Multijet

16

1956

85 kW (115 PS) bei 3750/min

280 Nm bei 1500/min

Fiat

250A1000

Fiat

130 Multijet

16

2287

96 kW (130 PS) bei 3600/min

320 Nm bei 1800/min

SOFIM

F1AE3481D

Fiat

150 Multijet

16

2287

109 kW (148 PS) bei 3600/min

350 Nm bei 1500/min

SOFIM

F1AE3481E

Fiat


Motoren 2016 bis 2020:

Modell

Hubraum
cm³

max. Leistung

max. Drehmoment

115 Multijet

1956

85 kW (115 PS) bei 4000/min

290 Nm bei 1750/min

130 Multijet

2287

96 kW (130 PS) bei 3600/min

320 Nm bei 1800/min

150 Multijet

2287

109 kW (148 PS) bei 3600/min

380 Nm bei 1500/min

180 Multijet

2287

130 kW (177 PS) bei 3500/min

400 Nm bei 1500/min



Der Fiat Ducato bildet, wie bereits eingangs ausgeführt, die Basis für die Wohnmobile einer Vielzahl von Herstellern. Diese sind:

  • Adria
  • Arca
  • Autostar
  • Autotrail
  • Bavaria
  • Benimar
  • Bürstner
  • Campereve
  • Cardo
  • Caravans international
  • Carthago
  • Challenger
  • Chausson
  • Clever
  • Concorde
  • Dethleffs
  • Elnagh
  • Eura Mobil
  • Fleurette
  • Font Vendome
  • Forster
  • Frankia
  • Hobby
  • Hymer
  • Hymer Car
  • Itineo
  • Joint
  • Kabe
  • Karmann
  • Knaus
  • Laika
  • La Strada
  • Le Voyageur
  • LMC
  • McLouis
  • Mobilvetta
  • Morelo
  • Niesmann & Bischoff
  • Notin
  • Phoenix
  • Pilote
  • PLA
  • Pössel
  • Rapido
  • Rimor
  • Roller Team
  • Sunlight
  • Sunliving
  • Swift
  • Weinsberg
  • Westfalia
  • Wingam

Wir beraten Sie kostenlos und unverbindlich, ob Ihr Fiat Ducato betroffen ist und welche Rechte Ihnen zustehen.

Kontaktieren Sie uns:

Abgasskandal Rechtsanwälte in Augsburg
Telefon: +49 821 508 788 96

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Oder per E-Mail: office@anwalt-verbraucherschutz.de


Hier kostenlos und unverbindlich prüfen lassen, ob Ihr Fahrzeug betroffen ist.


Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt / Verbau unzulässiger Abschalteinrichtungen

Das Polizeipräsidium Frankfurt ermittelt aktuell wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges (Einbau nicht gesetzeskonformer Abschalteinrichtungen im Emissionssystem in Dieselfahrzeuge) gegen „namentlich bekannte Personen sowie weitere bislang nicht identifizierte Verantwortliche der Autokonzerne Fiat Chrysler Automobiles N.V., Case New Holland Industrial N.V. nebst deren Tochter- und Enkelgesellschaften sowie IVECO Magirus AG.“

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt äußerte sich hinsichtlich der Ermittlungen gegen die Beklagte und deren Muttergesellschaft wie folgt:

„Fahrzeuge mit einer derartigen Abschalteinrichtung sind auf dem gemeinsamen Markt nicht genehmigungsfähig, weswegen Kunden Fahrverbote oder Stilllegungen drohen.“


Messungen der Deutschen Umwelthilfe

Bei Messungen im Winter 2020 stellte die Deutsche Umwelthilfe eine bis zu zehnfache Überschreitung des zulässigen Grenzwertes fest. Bei den untersuchten Wohnmobilen handelt es sich um einen Fiat Ducato 150 Multijet, Pilote G700G mit Erstzulassung Mai 2016, zugelassen nach Euro 5 sowie einen Fiat Ducato 150 Multijet, Dethleffs T7150 mit Erstzulassung Mai 2015, ebenfalls zugelassen nach Euro 5. Beide Fahrzeuge sind mit einem Partikelfilter ausgestattet, als Stickoxidminderungssystem haben beide Fahrzeuge eine Abgasrückführung (AGR). Der Grenzwert für die als leichte Nutzfahrzeuge nach Euro 5 zugelassenen Wohnmobile liegt bei 280 mg NOx/km. Keines der Fahrzeuge sendet bei den Messungen eine Fehlermeldung. Während sich die CO2-Emissionen mit 285 bzw. 286 g/km praktisch identisch sind, zeigt das Dethleffs Wohnmobil im Durchschnitt aller durchgeführten Messungen NOx-Emissionen von 2.779 mg/km auf und überschreitet den NOx-Grenzwert damit um den Faktor 9,9, das Pilote Wohnmobil liegt mit durchschnittlich 1.926 mg/km um den Faktor 6,9 über dem Grenzwert. Einen Spitzenwert von 2.639 mg NOx/km zeigte das Fahrzeug bei Kaltstart mit geringer Abgasrückführungsrate. Beim Dethleffs Wohnmobil lagen die Außentemperaturen bei den Messungen zwischen 6 und 8 Grad C, beim Pilote Wohnmobil zwischen 10 und 15 Grad C. Beim Pilote-Modell wurden Messungen auch im Zulassungszyklus NEFZ bei 14 Grad auf der Straße durchgeführt – auch hierbei lagen die NOx-Emissionen mit 1.490 bzw. 1.638 mg NOx/km deutlich oberhalb des Grenzwertes.


Messungen der Berner Fachhochschule für Technik

Der Multijet-Motor wurde von der Berner Fachhochschule für Technik und Informatik getestet. Auch dabei wurde festgestellt, dass die Abgasreinigung nach 1.300 Sekunden zurückgefahren wird. Es wurden Grenzwertüberschreitungen außerhalb des NEFZ-Moduses bei den Nox-Werten um den Faktor 22 festgestellt.


Funktionsweise der illegalen Abschalteinrichtungen

Es findet eine unerlaubte Optimierung der Emissionswerte statt, indem nach etwas mehr 1180 s (genau solange geht der NEFZ-Test) auf eine Reduzierung der Emissionsminderungsmaßnahmen umgeschaltet wird. Konkret heißt dies, dass die Motorsteuerungssoftware einen Timer enthält, der ab dem Motorstart läuft und bei Erreichen eines kalibrierten Wertes von 1.300 Sekunden das Emissions-Kontrollsystem derart beeinflusst, dass die Emissionsminderungsmaßnahmen abgeschaltet werden, was zu weit erhöhten Grenzwerten führt.

Es findet eine unerlaubte Reduzierung der Emissionsminderungsmaßnahmen in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur angewendet wird.

Abhängig vom Motorzustand (Kühlwasser, Öltemperatur usw.) wird eine Reduzierung der Emissionsminderungsmaßnahmen am Fahrzeug durchgeführt.

Abhängig vom Fahrzyklus und gegebenenfalls vom thermischen Motorzustand wird eine Reduzierung der Emissionsminderungsmaßnahmen am Fahrzeug durchgeführt.

Abhängig von der Geschwindigkeit und gegebenenfalls vom thermischen Motorzustand wird eine Reduzierung der Emissionsminderungsmaßnahmen am Fahrzeug durchgeführt.


Warum schreitet das Kraftfahrtbundesamt bisher nicht ein?

Es stellt sich natürlich noch die Frage, warum das Kraftfahrtbundesamt vorliegend nicht eingeschritten ist. Dies rührt daher, dass der damalige Bundesverkehrsminister Andreas Dobrindt persönlich beim Kraftfahrtbundesamt intervenierte. Dieser handelte eine Ausnahmegenehmigung beim Kraftfahrtbundesamt für den streitgegenständlichen Motor aus, damit der bayerische Wohnmobilhersteller Knaus Tabbert, der diesen Motor in seinen Wohnmobilen verbaut, nicht die Zulassung für seine Wohnmobile verliert bzw. keine neuen Zulassungen mehr erhält. Andreas Dobrindt erfuhr nämlich mitten im Diesel-Skandal im Sommer 2016 bei einem Treffen mit Vertretern der Firma Bosch, dass diese nicht nur in VW-Motoren geheime Abschalteinrichtungen eingebaut hat, sondern auch in Aggregate von Fiat. Er erfuhr dabei, dass die Abgasreinigung des streitgegenständlichen Motorentyps nach 22 Minuten abschaltet (hierzu wurde bereits Sachverständigenbeweis angeboten) - exakt zwei Minuten nach der üblichen Länge eines Abgastests. Um zu verhindern, dass Knaus Tabbert Probleme mit der Zulassung seiner Fahrzeuge bekommt, intervenierte Andreas Dobrindt in Absprache mit dem damaligen Generalsekretär und heutigen Bundesfinanzminister, Andreas Scheuer, persönlich beim Kraftfahrtbundesamt.

Einen entsprechenden Bericht über die Vorgänge veröffentlichte der Münchner Merkur am 09.05.2018, den wir nachfolgend abbilden dürfen:

Quelle: https://www.merkur.de/politik/diesel-mauschelei-zwischen-alexander-dobrindt-und-andreas-scheuer-rund-um-bayerische-reisemobil-firma-9855617.html


Für betroffene Verbraucher ergeben sich nun selbstverständlich Fragen. Wir versuchen nachfolgend die am häufigsten gestellten bereits zu beantworten. Sollte eine Ihrer konkreten Fragen nicht beantwortet werden, können Sie uns auch gerne kostenfrei über unser Kontaktformular, per E-Mail oder Post kontaktieren. Wir verfügen über langjährige Erfahrung im Dieselabgasskandal und beraten Sie gerne umfassend.

Darf ein betroffenes Wohnmobil trotzdem weiterverkauft werden?

Ja, aber der Käufer muss darüber aufgeklärt werden, dass das Fahrzeug von der Abgasmanipulation betroffen ist.

Droht ein Entzug der Zulassung?

Nein, vorerst nicht. Es ist zunächst die Bereitstellung eines Softwareupdates zur Behebung der Manipulation seitens des Händlers zu vermuten. Jedoch kann letztendlich ein Entzug der Zulassung drohen.

Welche Ansprüche stehen mir nun zu?

Es gibt zwei Varianten. Sie können entweder Ihr Fahrzeug zurückgeben und im Gegenzug den Kaufpreis zurückerhalten. Für die gefahrenen Kilometer fällt Ihnen eine Nutzungsentschädigung an. Oder Sie behalten das Fahrzeug und erhalten einen Schadensersatz in Geld.

Wie können Ansprüche geltend gemacht werden?

Sie werden klagen müssen, da weder Automobilkonzerne noch Händler ohne Klage tätig werden.

Droht Verjährung?

Nein. Unserer Auffassung nach verjähren die Ansprüche gegen Fiat, Jeep, Alfa Romeo und Iveco frühestens zum 31.12.2023.

Spielt es eine Rolle, ob ich mein Wohnmobil finanziert, geleast oder gekauft habe?

Nein. Schadenersatzansprüche stehen Ihnen immer zu.

Spielt es eine Rolle, ob ich einen Neuwagen oder einen Gebrauchtwagen erworben habe?

Nein. Schadenersatzansprüche stehen Ihnen sowohl bei einem Neu- als auch bei einem Gebrauchtwagen zu.

Welcher zeitliche Rahmen wird bis zur Entschädigung angesetzt?

Es ist mit einem Zeitrahmen von etwa acht Monaten zu rechnen, da wir in der Regel die Gerichte einschalten müssen.

Kommt meine Rechtsschutzversicherung für die Anwalts- und Gerichtskosten auf?

Ja. Eine Verkehrssrechtsschutz reicht aus. Diese ist verpflichtet alle Kosten zu übernehmen.

Haben Sie Fragen zur richtigen Vorgehensweise? Kontaktieren Sie uns gerne jederzeit!

Vom Fiat Abgasskandal betroffen? Ihre Möglichkeiten:

  1. Wohnmobil zurückgeben und Kaufpreis zurückerhalten

Neue, gebrauchte und Leasing Fahrzeuge – in allen drei Fällen können Sie möglicherweise den Kaufpreis erstattet bekommen.
Auch ohne Rechtsschutzversicherung ohne Kostenrisiko möglich. Wir beraten sie gerne kostenlos und unverbindlich!

  1. Wohnmobil behalten und Schadenersatz geltend machen

Eine Rückabwicklung des gesamten Kaufvertrags kommt für Sie nicht in Frage? Wenn Sie Ihr Auto trotz Fahrverboten und Wertminderung behalten wollen, können sie bis zu 10.000€ Schadenersatz erhalten. Egal ob Neu- oder Gebrauchtwagen oder Leasing-Fahrzeug. Auch ohne Rechtsschutzversicherung ohne Kostenrisiko möglich. Wir beraten Sie gerne kostenlos und unverbindlich!

Lassen Sie hier Ihren Fall unverbindlich und kostenlos überprüfen.

Ohne Rechtschutzversicherung klagen

Unsere Zusammenarbeit mit einem Prozesskostenfinanzierer ermöglicht es, dass für Sie keine hohen Anwalts- oder Gerichtsgebühren anfallen. Dies ermöglicht auch Mandanten den Gang vor Gericht, die nicht über die notwendigen finanziellen Mittel verfügen und das im Ernstfall bis zum Bundesgerichtshof.

Softwareupdate aufgespielt, kann ich jetzt nicht mehr klagen?

Doch! Da die Hersteller für das Update keine Garantie übernehmen, können Sie weiterhin mit besten Erfolgsaussichten klagen. Dieselautos mit Softwareupdate sind ein Risiko.
Aus dem Softwareupdate können weitere und vielfältige Schäden resultieren.
Dazu gehören u.a.:

  • Erhöhter Spritverbrauch
  • Leistungsverlust des Motors
  • Sinkende Lebenserwartung des Motors
  • Stilllegung des Kfz
  • Deutlich geringerer Wiederverkaufswert
  • Update schützt nicht vor drohenden Fahrverboten in vielen Städten Deutschlands

Wir vertreten Sie deutschlandweit! Ihre Rechtsanwälte im Abgasskandal.

Mehr über Wohnmobil Abgasskandal unter folgendem Link.





Dr. iur. Florian Gaibler

Dr. iur. Florian Gaibler

Rechtsanwalt, Dipl. Jur.,
Geschäftsführender Gesellschafter

Dominik Wawra, M.Sc.

Dominik Wawra, M.Sc.

Rechtsanwalt, Dipl. Jur.,
Master of Science (Univ., BWL)
Geschäftsführender Gesellschafter

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