12.12.2023 Arbeitsrecht: Kündigung wegen Nebenjob

  • Kostenlose Erstberatung
  • Unproblematische Kontaktaufnahme per Telefon, E-Mail, Fax oder WhatsApp. Sie erreichen ohne Wartezeit direkt Ihren Anwalt.
  • Flexible und schnelle Terminvergabe ganz nach Ihren Wünschen. Garantierter Termin noch am selben Tag.
  • Termine persönlich oder per Microsoft Teams bzw. Skype möglich.
  • Intensive und hartnäckige Verfolgung Ihrer Interessen
  • Hohe Erfolgsquote
  • Vertrauen Sie auf langjährige Erfahrung

Eine TV-Moderatorin hatte vor dem Arbeitsgericht (ArbG) Köln gegen ihre Kündigung geklagt. Die Klägerin schrieb als Nebenjob eine Börsenkolumne für eine Tageszeitung. Daraufhin erhielt sie von ihrem Hauptarbeitgeber eine Abmahnung. Zwei Monate später veröffentlichte sie in derselben Tageszeitung eine weitere Kolumne. Ihr Arbeitgeber reagierte darauf mit einer Kündigung. Die TV-Moderatorin war langjährig für die Berichterstattung im Bereich Börse und Finanzen zuständig. Der von ihr verfasste Beitrag für die Börsenkolumne in der Zeitung konkurrierte mit den Inhalten der Moderation für den Sender.

Im vorliegenden Fall schränkte der Arbeitsvertrag die Möglichkeit einer Nebentätigkeit ein. Dieser sah eine vorherige Genehmigung vom Arbeitgeber vor. Die Klägerin verlor das Verfahren zur einstweiligen Verfügung vor dem ArbG Köln (Urt. v. 7.10.2022 im Verfahren 12 Ga 57/22). Das Gericht hat entschieden, dass es sich bei der Nebentätigkeit um eine Konkurrenz-Tätigkeit gehandelt hat. Schließlich sind sowohl der Arbeitgeber als auch der Zeitungsverlag als Unternehmen im Bereich TV und Online-Berichterstattung aktiv. Die Zeitungskolumne betraf den fachlichen Kernbereich der TV-Moderatorin. Diese hatte sich durch ihre Tätigkeit für den Sender eine Reputation aufgebaut, die sie nun für einen Nachrichten-Wettbewerber nutzte. Das Gericht war der Auffassung, dass die Moderatorin journalistische Arbeit als Sprecherin sowie Schreiberin von Beiträgen leistete. So überwog der weite Rahmen des Wettbewerbsverbots die Arbeitnehmer-Freizügigkeit der Klägerin.

Die Kündigung sei laut Gericht schon deshalb wirksam, da der Arbeitgeber die Klägerin zuvor aufgrund der Pflichtverletzung abgemahnt hat. Trotzdem entschied sie sich bewusst gegen ihre Rücksichtnahme-Pflichten zur Veröffentlichung eines weiteren Zeitungsbeitrags. Sie war sich also der erneuten Pflichtverletzung und deren Folgen bewusst. Das Urteil des ArbG Köln vom 11.10.2023 ist rechtskräftig (9 Ca 5402/22). Die Möglichkeit der Berufung beim Landes-Arbeitsgericht Köln ist offen.


Sie benötigen Hilfe im Arbeitsrecht? Wawra & Gaibler hilft!

Wir vertreten ausschließlich Arbeitnehmer und helfen Ihnen bei allen Problemen rund um das Thema Arbeitsrecht und Verbraucherschutz. Wenden Sie sich hierzu jederzeit schriftlich oder telefonisch an uns. Wir prüfen Ihren Fall in einer kostenfreien und unverbindlichen Erstberatung.

NUTZEN SIE HIER AUCH UNSERE KOSTENFREIE UND UNVERBINDLICHE ERSTEINSCHÄTZUNG.

Bekannt aus

Wawra & Gaibler Rechtsanwalts GmbH
- Verbraucherschutz und Arbeitsrecht Rechtsanwälte

Maximilianstraße 51, 86150 Augsburg Dr.-Kurt-Schumacher-Straße 25, 90402 Nürnberg Königstraße 7, 01097 Dresden Dürkheimerstr. 25, 68309 Mannheim
7898737060220948 | 7898737160354925 | 0.100133977